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Spanien - Schrumpfkur für den Staatshaushalt

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Spanien - Schrumpfkur für den Staatshaushalt

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Das spanische Abgeordnetenhaus hat endlich einen Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet – nach zwei Monaten Debatte. Der Haushalt sieht beispiellose Sparmaßnahmen vor – insgesamt werden mehr als 27 Milliarden Euro gestrichen.

So soll das Haushalts-Defizit bis Jahresende auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken, von fast 9 Prozent im vergangenen Jahr. Ein makabres Wettrennen – denn gleichzeitig schrumpft die Wirtschaftsleistung: Spanien macht gerade die zweite Rezession seit 2009 durch.

Cristobal Montoro, spanischer Finanzminister:

“Die Verabschiedung eines Haushaltes, der das Defizit der öffentlichen Haushalte korrigiert – das ist unsere Art zu zeigen, dass Spanien und natürlich auch die spanische Regierung sich für einen stabilen Haushalt engagiert. Das ist der Schlüssel für die Erholung des Euro, so wollen wir Vertrauen wiedergewinnen” .

Und wo soll gestrichen werden:

Die Ministerien müssen im Schnitt jeden sechsten Euro einsparen. Bildungs- und Gesundheitssystem sollen um zehn Milliarden Euro abmagern.

So werden 425 Medikamente künftig nicht mehr erstattet, darunter das Gros der geläufigen Präparate gegen Grippe und Erkältungen.

mit AFP, Reuters, dpa