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Syrien: Geisterstädte und überfüllte Flüchtlingslager

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Syrien: Geisterstädte und überfüllte Flüchtlingslager

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Gut 14 Monate nach Beginn des Aufstandes gegen Baschar al-Assad sind etliche Ortschaften in Syrien zu Geisterstädten geworden. So auch die Kleinstadt Atareb im Nordwesten des Landes. Die meisten Bewohner sind vor den Kämpfen geflohen, zurück blieben Trümmer, Soldaten und Graffiti: “Syrien nur für Assad”, heißt es da.

Einer der wenigen Daheimgebliebenen klagt: “Leben ist hier so gut wie nicht mehr existent, denn wir werden weiter beschossen, auf den Dächern sind Scharfschützen, die Armee ist in der Gegend und terrorisiert die Anwohner. Die Leute, die hier bleiben, können nicht mehr weg, wegen der Armut, die durch die Truppen von Assad herrscht.”

Das Kontrastprogramm findet sich hinter der syrischen Grenze: Im Flüchtlingslager im Libanon reiht sich Zelt an Zelt. Der Strom der Neuankömmlinge reißt nicht ab, die meisten kommen zu Fuß und in der Nacht, nur mit den Kleidern am Leib, mehr haben sie nicht. Das UN-Flüchtlingskommissariat und das Welternährungsprogramm kümmern sich zusammen mit der libanesischen Regierung um sie und verteilen Lebensmittelgutscheine. Anders als in anderen Ländern können die Flüchtlinge mit den Gutscheinen hier auch in den örtlichen Geschäften frisches Gemüse und Eier kaufen, nicht nur Trockenware.