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Kampf der Kultur: Islamisten zerstören Mausoleen in Timbuktu

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Kampf der Kultur: Islamisten zerstören Mausoleen in Timbuktu

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Bewaffnete Islamisten haben laut Augenzeugen mit der Zerstörung bedeutender Mausoleen in Timbuktu im Norden Malis begonnen. Die UNESCO hatte die Wüstenstadt erst am Donnerstag als bedrohtes Welterbe eingestuft und vor den Auswirkungen des Konflikts in Nordmali auf die Kulturstätten gewarnt.

Seit April haben separatistische Tuareg und Islamisten, die mit Al-Kaida verbündet sind, den Norden Malis unter ihrer Kontrolle. Augenzeugen berichteten, die Islamisten hätten gedroht, alle Mausoleen Timbuktus zu zerstören als Antwort darauf, dass die UNESCO sich in ihre Angelegenheiten mische.

Allein drei der 16 Mausoleen der Stadt wurden binnen weniger Stunden zerstört. Die UNESCO reagierte alamiert und rief die Kämpfer in Timbuktu zu mehr Verantwortungsbewusstein auch gegenüber den nachfolgenden Generationen auf.

Timbuktu ist seit Ende der achtziger Jahre Weltkulturerbe. Die Stadt war einst ein geistiges Zentrum des Islam und beherbergt neben Mausoleen und Moscheen wichtige historische Manuskripte.