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K(r)ampf um die finale Karte

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K(r)ampf um die finale Karte

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Wie noch an eine bezahlbare Karte für das EM-Finale in Kiew herankommen – für etliche Fans ist das ein schwieriges Unterfangen.

Unser Ukraine-Korrespondent fand an den offiziellen Ticketschaltern nur noch Eintrittskarten der Kategorien 1 und 2 – für über dreihundert oder sechshundert Euro. Kategorie 3 für fünzig Euro? Fehlanzeige.

“Unmöglich, Tickets der Kategorie 3 zu bekommen, weder beim spanischen Fußballverband noch am spanischen Verkaufsstand. Auf der Straße werden aber viele solcher Karten angeboten”, klagt der Spanier José.

Bei Meisterschaften kein ungewohntes Bild: Der Schwarzmarkt. Wobei Kenner der Szene die Preise hier nicht so überteuert finden wie bei früheren Meisterschaften.

Der Fan – José – aber klagt: “Ja, hier bekommt man Tickets, aber eine 50-Euro-Karte kostet 200 Euro, und es sieht schon merkwürdig aus: Alle Eintrittskarten werden namentlich ausgestellt, außer den Karten von den Verbänden, und auf der Straße findet man viele Tickets mit dem Namen des Verbandes.”

Für die vorangegangenen Spiele waren aber vor den Stadien auch ohne weiteres Karten zum halben Preis zu bekommen von Leuten, die aus welchen Gründen auch immer das Match nicht sehen wollten.

Bleibt das Public Viewing. Sogar dafür sollen hier findige Köpfe Eintrittskarten angeboten haben.

Andererseits muss die ukrainischen Veranstalter trotz des Runs auf die Eintrittskarten und Meldungen über gute Verkäufe mehrmals die Bilder halbleerer Stadien erklären. Die umständlichen Wege zwischen den Standorten könnten da eine Rolle gespielt haben.

Am italienischen Verkaufstand fand unser Korrespondent nur wenige Kunden: “Und auch hier gibt es nur Tickets der Kategorien 1 und 2 – extrem teuer für viele Fans. Die Frage ist also, wie viele Tickets sie hier überhaupt verkaufen können – aber darauf antwortete man mir ausweichend.”