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Enttäuschung über Syrien-Konferenz: "Jetzt erst recht bewaffneter Kampf"

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Enttäuschung über Syrien-Konferenz: "Jetzt erst recht bewaffneter Kampf"

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Die Syrer haben die Ergebnisse der Syrien-Konferenz in Genf mit Enttäuschung aufgenommen. Die staatliche Presse sprach von einem Scheitern, die Regierung reagierte zunächst gar nicht. Und die Opposition, die sich schon vorher geweigert hatte, mit Baschar al-Assad zusammenzuarbeiten, lehnt den Vorstoß der Konferenz zur Bildung einer Übergangsregierung erst recht ab.

“Meiner Ansicht nach wurde diese Konferenz abgehalten, um die USA und ihre Verbündeten, Frankreich und Großbritannien, zufriedenzustellen”, meint ein Assad-Anhänger in Damaskus. “Aber dank der Unterstützung Russlands und Chinas und mit der Unterstützung der Bevölkerung für Präsident Baschar al-Assad sind wohl alle Dinge zum Wohle des syrischen Volkes und der syrischen Führung geregelt.”

“Ich finde, dass das Treffen relativ erfolgreich war”, meint ein anderer Syrer. “Russland war ausgesprochen souverän bei der Konferenz, ohne die Russen hätten wir solche Resolutionen nicht gehabt. Ich hoffe, die Opposition unternimmt nun die richtigen Schritte. Das Wichtigste ist jetzt der Dialog.”

Bei der Konferenz am Samstag in Genf hatten die UN-Vetomächte und mehrere Nahost-Staaten die Bildung einer Übergangsregierung mit Vertretern der aktuellen Führung und der Opposition gefordert. Die wichtigste Oppositionsgruppe, der Syrische Nationalrat, erklärte zum Abschlussdokument, es bringe nichts Neues – jetzt werde man erst recht vorrangig auf den bewaffneten Kampf setzen.