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Kiew: Fanmeile abmontiert. Zeit für den Kassensturz

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Kiew: Fanmeile abmontiert. Zeit für den Kassensturz

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Viele der 120 000 Endspiel-Zuschauer aus der Fanmeile in Kiew lagen nach einer ausgelassenen Feier noch in den Federn – da war ihre Fanmeile schon Geschichte. Abmontiert.

War die Europameisterschaft ein Erfolg? Die Ukrainer rechnen noch. Bei den Touristen – insgesamt zwei Millionen – geht der Kassensturz schneller:

Tomasz aus Polen:

“Kiew war sehr teuer für uns Polen. Ich habe 250 Euro bezahlt für zwei Nächte.”

Stimmt, meint Paul aus Deutschland:

“Die Hoteliers haben die Preise sehr angezogen, das war nicht so gut, aber der Transport und alles hat sehr gut geklappt.”

Finden wir auch, sagen die Präsidenten der Gastgeberländer. Trotzdem sei die Westintegration der Ukraine noch lange nicht garantiert, stichelte der Pole Bronislaw Komorowski gegen den Ukrainer Viktor Janukowitsch in Kiew – wegen des Falls Timoschenko.

Oksana Zaytseva, Barbesitzerin:

“Meine Leute sagen – was machen wir denn jetzt? Wir haben uns ein ganz schönes Arbeitstempo angewöhnt. Jetzt, einen Tag nach dem die Euro offiziell zuende ist – sind alle ein bisschen traurig.”

Gut 8 Millionen Euro sollen allein bei der Stadt Kiew hängengeblieben sein, ein kleiner Trost.

Evgeniya Rudenko, euronews:

“Die Euro-2012 in der Ukraine ist vorbei. Fans und Barbesitzer kennen ihre Bilanz. Für offizielle Ergebnisse ist es noch zu früh”.