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Human Rights Watch: Assad-Regime lässt systematisch foltern

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Human Rights Watch: Assad-Regime lässt systematisch foltern

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Syriens Geheimdienste haben ein Netz von 27 Foltereinrichtungen aufgebaut. Wie aus einem Bericht der Menschenrechtsaktivisten von Human Rights Watch hervorgeht, werden die Gefangenen dort systematisch geschlagen, zum Schein hingerichtet, in Brand gesteckt oder sexuell belästigt.

Die Folterzentren befinden sich unter anderem bei Homs, Aleppo und Damaskus. Für die Studie wurden mehr als 200 ehemalige Gefangene und Überläufer befragt.

Hossam erinnert sich an sein Verhör, bei dem Elektroschocks eingesetzt wurden. Er sei in Ohnmacht gefallen. Als er etwa fünf Minuten später wieder zu sich kam, sei er in einer Zelle aufgewacht. Als er zum dritten Mal befragt wurde, seien seine Fingernägel mit einem Schraubenzieher oder einer Zange herausgerissen worden.

Der Junge ist 13 Jahre alt.

Human Rights Watch fertigte Zeichnungen der Foltermethoden an.

Ein Überläufer, der frühere Geheimdienstmitarbeiter Karam erinnert sich – die Einrichtungen gibt es bereits seit Beginn des Aufstandes im März 2011: “Wir gingen zu den Demonstrationen und hatten vor einander Angst,” sagte Karam. “Alle Sicherheitskräfte kontrollierten sich gegenseitig. Hätte ein Soldat einen Befehl verweigert, wäre er hingerichtet worden.”

Zehntausende Menschen in Syrien wurden nach den Informationen von Human Rights Watch Opfer der Folterzentren.