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Kosovo-Serben wollen keine volle Souveränität

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Kosovo-Serben wollen keine volle Souveränität

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Die Kosovo-Serben haben gegen die Übergabe der vollen Souveränität an das Land protestiert. Sie lehnen sich auch gegen die Ankündigung der Regierung in Pristina auf, sie stärker in die kosovarischen Institutionen einzubeziehen, insbesondere in die Polizei. Dieser werfen sie nach einem Zwischenfall in Gracanica vor wenigen Tagen exzessive Gewalt und Menschenrechtsverletzungen vor.

Die Demonstranten blockierten im Nordkosovo mehrere Stunden lang die Hauptdurchgangsstraßen, die Gruppen lösten sich später aber friedlich auf. In Gracanica hielten sie einen Protestmarsch ab.

Der internationale Lenkungsrat (die USA, EU-Staaten und die Türkei) hatte tags zuvor beschlossen, vier Jahre nach der Unabhängigkeit dem Kosovo nun auch die volle Souveränität zu überlassen und das Büro des Kosovo-Beauftragten zu schließen. Bis dahin hatte sich das Ausland in Gesetzesvorhaben und Entscheidungen der Regierung einmischen können.

Auf das Nordkosovo, wo die meisten serbischen Kosovaren leben, hat die Zentralregierung bislang keinen Einfluss, das Gebiet ist ein so gut wie rechtsfreier Raum.