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Libyen lässt internationale Juristen frei

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Libyen lässt internationale Juristen frei

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Die vier Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), die seit Anfang Juni in Libyen festgehalten worden waren, sind frei. Sie trafen am Montagabend in Rom ein. Die vier waren in der westlibyschen Stadt Al-Sintan wegen Spionageverdachts festgesetzt worden. Der Präsident des Gerichtshofs Sang-Hyun Song hatte sich zuvor in Libyen entschuldigt: “Ich möchte unterstreichen, dass der Gerichtshof nicht beabsichtigt hat, die Nationale Sicherheit Libyens zu untergraben”, sagte Song. Er versprach die gegen die Mitarbeiter des Gerichtshofs vorgebrachten Anschuldigungen zu untersuchen.

Bei einem Besuch des inhaftierten Sohns des gestürzten Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi sollen die Mitarbeiter des Gerichtshofs illegal Dokumente an Seif al-Islam weitergereicht haben. Bei der Pflichtverteidigerin des Gaddafi-Sohns, soll ein Stift mit einer integrierten Kamera gefunden worden sein. Saif al-Islam soll wegen Kriegsverbrechen der Prozess gemacht werden. Er wird von einer einstigen Rebellen-Miliz in Al-Sintan gefangengehalten.