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Zeugen berichten von systematischer Folter in Syrien

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Zeugen berichten von systematischer Folter in Syrien

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Immer mehr Militärs fliehen aus Syrien. In einer Gruppe von 293 Menschen überquerten in den vergangenen Tagen 85 syrische Soldaten die Grenze zur Türkei bei Reyhanli.

Auch Karam ergriff die Flucht. Er war bei der Kriminalabteilung für internationale Sicherheit in Aleppo:

“Bei den Demonstrationen hatten wir Angst voreinander. Wir haben uns überwacht. Wenn ein Soldat einen Befehl ablehnte, konnte das für ihn ein Todesurteil bedeuten.”

Allen internationalen Vermittlungsversuchen zum Trotz hat in Syrien die Gewalt in den vergangenen Wochen drastisch zugenommen.

Ein Opfer erzählt vom Militärgefängnis von Homs. Die Sicherheitskräfte verprügelten die Gefangenen und sagten: “Du willst Freiheit und Demokratie. Hier kriegst Du sie!”

Human Rights Watch hat mehr als 200 Opfer interviewt, die die Foltermethoden des syrischen Regimes bestätigen.
Ein HRW-Sprecher erklärt: “Folter ist in Syrien sytematisch und weit verbreitet. Wir haben eine Menge Auskünfte gesammelt. Es handelt sich eindeutig um Entscheidungen, die vom syrischen Regime getroffen wurden und die Folter genehmigen.”

Jeder Flüchtling hat seine eigene Geschichte.
Es heißt, die Gefangenen seien mit Stöcken und Kabeln verprügelt und mit Säure verbrannt worden.
Sexuelle Belästigung und das Ausreíssen von Fingernägeln gehörten auch zum Folterprogramm.