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Dem Higgs-Teilchen auf der Spur

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Dem Higgs-Teilchen auf der Spur

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Seit Menschen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen, wollen sie auch verstehen, warum die ist, so wie sie ist. Und wie es kam, dass alles so wurde. Dafür werden im Großen Erde und Sterne vermessen und gleichzeitig die allerkleinsten Bausteine gesucht. Zum Beispiel hier in einem 27 Kilometer langen Tunnel hundert Meter unter der Erde im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich. Hier liegt das Teilchenforschungszentrum – abgekürzt CERN.

John Ellis, einer der Physiker am CERN, nennt die Ausgangsfrage: “Was ist es? Ist es das letzte Teilchen des sogenannten ´Standardmodells´ , mit dem bisher all das beschrieben und erklärt wird, was wir vom Universum sehen? Die Planeten, die Sterne, die Galaxis? Die Erklärung laut Standardmodell ergibt nur einen Sinn, wenn da noch dieses ´Higgs Boson ´existiert.”

Die Theorie, aufgestellt vom schottischen Physiker Peter Higgs, versucht zu erklären, wie aus kleinsten Teilchen Masse werden kann. Ohne Masse gäbe es keine Zusammenballungen, also auch keine Planeten und keine Menschen. Denkt man sich das Higgs-Teilchen und mit ihm ein Higgs-Feld hinzu, dann könnte das die Kraft sein, die Materieteilchen so abbremst, dass sie sich zu Masse zusammenballen. Nehmen wir bei soviel Theorie einmal unsere Alltagserfahrung auf der Erde zur Hilfe. Da laufen “normale” Menschen in einem nicht endenden Strom auf der Straße aneinander vorbei.

Dann kommt ein besonderes Teilchen hinzu – zum Beispiel George Clooney. Und schon verändert sich das Verhalten der anderen Teilchen. Sie klumpen sich um das Sonderteilchen Clooney herum zusammen. Da entsteht plötzlich eine Masse.

Soweit die Theorie. Um sie zu beweisen haben die Wissenschaftler am CERN in Genf eine Versuchsanordnung gefunden. Zu dem einzigen Zwecke, um zu “erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält.” Da werden Materieteilchen mit ungeheurer Geschwindigkeit durch den 27 Kilometer langen Ring unter der Erde bei Genf gejagt. Auf der Suche nach dem Higgs-Feld, das wie Sirup die Teilchen unterschiedlich stark abbremst. Denn je stärker ein Teilchen abgebremst wird, desto mehr Masse hat es.

Was zu beweisen den Wissenschaftlern vom CERN zumindest im Ansatz gelungen ist.