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Hausdurchsuchung bei Nicolas Sarkozy

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Hausdurchsuchung bei Nicolas Sarkozy

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Kaum hat er seine Immunität als französischer Präsident durch die Abwahl verloren, bekommt Nicolas Sarkozy Besuch von der Polizei: Die Ermittler durchsuchten die Büroräume seiner Anwaltskanzlei und auch das Privathaus seiner Frau in Paris, in dem die Familie lebt. Es geht um den Verdacht illegaler Parteispenden für Sarkozys Wahlkampf 2007. Der Kandidat soll damals nach Aussagen von Hausangestellten der L’Oreal-Erbin Liliane Bettencourt Bargeldspenden in deren Anwesen entgegegengenommen haben.

Sarkozy trafen die Polizisten aber nicht zu Hause an, er war kurz zuvor mit seiner Familie in die Ferien nach Kanada gereist. Zuvor hatte er mehrmals die Vorwürfe zurückgewiesen.

Gut 150.000 Euro Wahlkampfspenden soll er für die Kampagne 2007 angenommen haben, 7.500 Euro je Spender wären nach dem französischem Gesetz erlaubt gewesen.

Die Ermittlungen sind nur ein Mosaikstein im Fall Bettencourt, der Frankreichs Justiz und Medien in Atem hält. Jahrelang hatten die Milliardärin und ihre Tochter über Bettencourts Zurechnungsfähigkeit gestritten. Inzwischen steht sie unter Vormundschaft ihres Enkels. Nach Einschätzung der Ärzte leidet sie unter einer Mischung aus Alzheimer und anderen Demenzformen.