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Karlovy Vary setzt auf junge Talente

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Karlovy Vary setzt auf junge Talente

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Das Internationale Filmfestival im tschechischen Karlovy Vary/Karlsbad lockt viele, vor allem junge Kinoliebhaber. Denn Eintrittskarten für die gut 200 Streifen im Programm sind einfach zu ergattern, zu freundlichen Preisen. Jung ist auch der Wettbewerb des Filmtreffens. Das Karlsbader Festival fördert den Nachwuchs, erklärt der künstlerische Leiter, Karel Och. “Ich würde die Auswahl des diesjährigen Hauptwettbewerbs als etwas radikaler beschreiben, als im Vorjahr. Angesehene europäische Filmemacher sind vertreten wie Marco Tullio Giordana aus Italien oder Jan Jakub Kolski aus Polen, aber auch einige Kinoneulinge wie Ektoras Lygizos aus Griechenland und Hüseyin Tabak aus Österreich. Sie haben dem Wettbewerb einen ganz neuen, radikalen und poltischen Geist der Rebellion eingehaucht.”
Zu den zwölf Bewerbern um den Kristallglobus gehört der portugiesische Beitrag “Hay Road” von Rodrigo Areias, eine moralische Aufbereitung des Westerngenres. Vorlage war Henry David Thoreaus Eassay “Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat”.
In der speziell dem neuen ostereuropäischen Kino gewidmeten Festivalsektion “East of the West” zeigt die Slovakin Iveta Grófová ihr Regie-Debut “Made in Ash”. Es geht um ein junges Mädchen, das von einem besseren Leben träumt und in die westböhmische Grenzstadt Asch zieht, um einen Job zu finden.
Die vom Dokumentarfilm kommende Regisseurin setzte bei ihrem Spielfilmdebut bewusst auf einen sehr wirklichkeitsnahen Stil. Sie meisten Darsteller waren Laien.
In der “East of the West”-Sektion sind außerdem Filme aus Polen, Lettland, Rumänien, Estland, Ungarn und der Ukraine vertreten.
Die Sieger des 47. Karlsbader Filmfestivals werden auf der Abschlußgala am 7. Juli bekannt gegeben.