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Fukushima: "Schwerwiegendes Desaster von Menschenhand"

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Fukushima: "Schwerwiegendes Desaster von Menschenhand"

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Die Reaktorkatastrophe von Fukushima ist auf menschliches Versagen zurückzuführen, so das Ergebnis einer Untersuchungskommission des japanischen Parlaments. Darin heißt es, Fukushima ist – so wörtlich – ein “schwerwiegendes Desaster von Menschenhand” und wäre vermeidbar gewesen.

Schuld am Unglück sind demnach skandalöse Sicherheitsmängel und ein langsamer Behördenapparat.

Der Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Tokio, den Betreiber Tepco und die Atomaufsicht. Allen seien die Sicherheitsmängel bekannt gewesen. Hinzu kämen schlechtes Krisenmanagement, fehlende Schulungen, ein mangelhafter Informationsfluss.
So seien Menschen aus Unglücksregionen in zum Teil verstrahltere Gebiete eben nicht in Sicherheit gebracht worden.

Enthüllungen, die den ersten Neustart eines Reaktors an diesem Donnerstag überschatten. Die Regierung in Tokio hatte nach dem Unglück zunächst alle AKWs vom Netz genommen.