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Sorge um Sicherheit vor Wahlen in Libyen

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Sorge um Sicherheit vor Wahlen in Libyen

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In Libyen flammt neue Gewalt auf. In der ostlibyschen Stadt Ajdabija ging das Hauptlager für Wahlunterlagen in Flammen auf. Augenzeugen und Sicherheitskreise sprachen von Brandstiftung.

Erst am Wochenende hatten Demonstranten die Zentrale der Wahlkommission in Benghasi verwüstet. Der Osten des Landes fordert größeren politischen Einfluss – nach derzeitigem Stand dominieren der Westen des Landes und Tripolis das künftige Parlament.

Eine der wichtigsten politischen Kräfte dürfte dann die islamistische Al-Watan Partei werden. Sie könnte vom Sieg des islamistischen Präsidentschaftskandidaten Mursi in Ägypten profitieren.

Neben dem unruhigen Osten den Landes sind auch die zahlreichen bewaffneten Milizen eine Gefahr für die ersten freien Wahlen. In einem Bericht warnt Amnesty International vor hunderten solchen Gruppen. Ein UN Vertreter sagte, die größten Sorgen vor den Wahlen am Samstag bereite die Sicherheit. Dies gelte besonders für die Landesteile, in denen es damit erst kürzlich Probleme gegeben habe. Man hoffe aber dass alle Seiten den Wunsch des libyschen Volkes nach friedlichen Wahlen respektieren.

Die Libyer wählen am Samstag zum ersten Mal ein demokratisches Parlament. Insgesamt werden 200 Abgeordnete in der Nationalversammlung sitzen. Sie wählen später den Ministerpräsidenten.