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Weltsicherheitsrat berät über Pulverfass Mali

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Weltsicherheitsrat berät über Pulverfass Mali

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In Malis Hauptstadt Bamako haben die Menschen ihrem Ärger Luft gemacht. Angesichts der drohenden Spaltung des Landes forderten die Demonstranten einen Militäreinsatz, um den Norden zu befreien. Die Übergangsregierung im südlichen Bamako hatte bisher gezögert, die islamistischen Gruppen anzugreifen. Diese hatten zuletzt weltweit für Proteste gesorgt, als sie bedeutende Heiligtümer wie in Timbuktu zerstörten.

Nach dem Militärputsch vor drei Monaten übernahmen zunächst die weltlichen Touareg-Rebellen die Kontrolle im Norden des Landes, genannt Azawad. Einer Fläche, die so groß wie Frankreich ist. Das Gebiet bleibt jedoch umkämpft: Kurz darauf wurden sie von islamistischen Gruppierungen wie Ansar Dine vertrieben, die nun alle strategisch wichtigen Orte kontrollieren. Diese haben Verbindungen zu Al Kaida.

Der Weltsicherheitsrat berät an diesem Donnerstag, wie eine Spaltung Malis abzuwenden ist.