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Athen hinkt Sparauflagen hinterher

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Athen hinkt Sparauflagen hinterher

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Griechenland hat erneut seine Sparauflagen verfehlt. Das hat der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras in seiner Regierungserklärung zugegeben. Außerdem sagte Samaras, Athen wolle Änderungen des Sparprogramms. Die Auflagen sollten zeitlich gestreckt werden.

Das größte Problem sei die Arbeitslosigkeit, weil sie den “sozialen Frieden” bedrohe. “Wenn wir die Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen, dann kann das Land nichts schaffen”, so Samaras.

Er kündigte die Privatisierung staatlicher Unternehmen an, etwa von Bahn- und Elektrizitätsgesellschaften. Auch Häfen und Flughäfen in den Provinzen des Landes sowie staatliches Land entlang der Ostküste von Athen sollen verkauft werden.

In Athen setzten unterdessen die Kontrolleure der Geldgeber von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) den Kassensturz fort. Sie stellten dem Vernehmen nach erhebliche Versäumnisse und Verspätungen bei der Umsetzung der Auflagen und Reformen fest. Mit einem offiziellen Ergebnis der Kontrollen wird erst Ende Juli gerechnet.