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Die geraubten Kinder Argentiniens

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Die geraubten Kinder Argentiniens

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Im Prozess um den Raub von Kindern während der Militärdiktatur in Argentinien sind drei maßgebliche Drahtzieher zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Die früheren Diktatoren Jorge Videla und Reynaldo Bignone sowie der Ex-Marineoffizier Jorge Acosta haben laut den Richtern den systematischen Klau von Babys angeordnet.

Schätzungsweise 500 Neugeborene und Kleinkinder von Oppositionellen wurden so meist an regimetreue Familien gegeben.

Die leiblichen Mütter und oft auch die Väter wurden gefoltert und ermordet. Rund 100 geraubten Kindern ist es mittlerweile gelungen, ihre wahre Identität aufzudecken.

Doch viele Familien suchen bis heute nach den damals verschleppten Kindern. Es gibt keine Geburtsurkunden, und die Kinder tauchen nur unter dem falschen Namen ihrer Adoptiveltern auf.

Die Vereinigung der “Großmütter des Maiplatzes” bemüht sich seit Jahren, das Schicksal dieser geraubten Kinder aufzuklären.