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EU: Warnruf an Zypern

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EU: Warnruf an Zypern

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EU-Kommissionspräsident Barroso hat die zyprische Regierung aufgefordert, sich hinter künftige Sparauflagen zu stellen. Von den Reformen profitiere vor allem das Land selbst. Das sagte Barroso in Nikosia nach einem Treffen mit Präsident Christofias. Zuvor hatte Zypern Russland um einen Kredit über fünf Milliarden Euro gebeten und die EU für ihre Sparauflagen scharf kritisiert.

Barroso äußerte sich auch zur sechsmonatigen EU-Rats-Präsidentschaft Zyperns. Auf einer Pressekonferenz sagte er der jetzige Zustand sei nicht länger hinnehmbar, zusammen wolle man die notwendigen Reformen auf den Weg bringen. Kernstück der Präsidentschaft sei, dass man die angestrebte, zentrale Bankenaufsicht voranbringe. Das bedeute eine Überwachung der europäischen Banken, Absicherung der Bankeinlagen und eine gemeinsame Absprache, wie mit gefährdeten Banken umzugehen sei.

Zypern war durch seine enge Bindung an Griechenland in finanzielle Schieflage geraten. Banken und Versicherungen hatten Griechenland die Hälfte der Kredite erlassen. Experten rechnen damit, dass Zypern insgesamt rund 10 Milliarden Euro Hilfe benötigt.