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"Freunde Syriens" wollen Opposition stärker unterstützen

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"Freunde Syriens" wollen Opposition stärker unterstützen

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In Paris haben sich wieder die Freunde des syrischen Volks getroffen. Zu dieser Freundesgruppe gehören westliche und nahöstliche Staaten, dazu diverse Organisationen. Sie wollen die Herrschaft von Syriens Machthaber Baschar Assad beenden und damit auch die Gewalt im Land.

Die Möglichkeiten der Gruppe sind aber begrenzt: Die Schwergewichte Russland und China fehlen hier. Trotzdem wollen die Syrienfreunde das Thema wieder vor den Weltsicherheitsrat bringen – wo Russland und China natürlich jederzeit alles Missliebige per Veto zu Fall bringen können.

Immerhin, sagt Amerikas Außenministerin Hillary Clinton, hätten ja China und Russland am Wochenende bei einem anderen Syrientreffen in Genf einer Übergangslösung zugestimmt.

Das stimmt im Grunde, nur dass China und Russland eher eine Übergangslösung der nationalen Einheit sehen – jetzige Regierung und Opposition zusammen, und das durchaus unter Assad. Nach ihrem Verständnis können nur die Syrer selbst entscheiden, ob sie Assad weiter haben wollen oder nicht.

Einer hat sich entschieden: Der hohe General und Assad-Mitstreiter Manaf Tlas hat sich über die Türkei nach Frankreich abgesetzt. Die Assad-Gegner sehen in solchen Überläufern eine Tendenz gegen den Machthaber.

Sie verlangen aber auch mehr Hilfe von außen. Die Teilnehmer in Paris haben nun zwar viel mehr Hilfe zugesagt, aber – bis auf die Lieferung von Kommunikationstechnik – kaum etwas Konkretes.

Er sei unzufrieden, sagt Burhan Ghalioun vom oppositionellen Nationalrat, der in Paris dabei war: Man brauche keine Pressemitteilungen; sondern es gehe darum, das Blutbad zu stoppen. Die Syrer wollten praktische Schritte, damit das Töten aufhöre.