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Libyen vor der ersten Wahl seit Jahrzehnten

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Libyen vor der ersten Wahl seit Jahrzehnten

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Seit Jahrzehnten ist in Libyen nicht mehr gewählt worden: Morgen ist es nun wieder soweit. Die Libyer wählen ein Parlament, nicht einmal ein Jahr nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar Gaddafi.

Der Nationalkongress wird zweihundert Mitglieder haben: Er soll ein Übergangsparlament für etwa ein Jahr sein, bis es eine Verfassung gibt, die endgültig die neue politische Ordnung regelt. Er wählt zunächst einen Regierungschef und befindet über die Regierung, die er zusammenstellt.

Nach wie vor kommt es in Libyen aber zu Gewalt zwischen bewaffneten Gruppen; dazu gibt es Abspaltungstendenzen im Osten des Landes. Auch vor diesem Hintergrund zeigen sich Wahlbeobachter aber zuversichtlich: Die Wahlkommission sei gut organisiert, meint Mohammed Chameschi, ein Vertreter der Arabischen Liga; alles entspreche internationalen Normen. Man habe ihnen versichert, dass alles gutgehen werde.

Die Parlamentarier werden zum größeren Teil direkt gewählt, die anderen über Parteilisten. Festgelegt sind aber die Abgeordnetenzahlen für die drei großen Regionen des Landes.

Vertreter des alten Gaddafiregimes dürfen bei der Wahl nicht antreten, ebensowenig wie Mitglieder des derzeitigen Übergangsrats und der Übergangsregierung.