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Polizeigewalt bei G8: Berufungsgericht bestätigt Urteile

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Polizeigewalt bei G8: Berufungsgericht bestätigt Urteile

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Elf Jahre nach brutalen Polizeieinsätzen während des G8-Gipfels in Genua hat Italiens höchstes Berufungsgericht die Urteile gegen 25 teils ranghohe Beamte im Wesentlichen bestätigt.
In einigen Fällen waren die Vorwürfe jedoch mittlerweile verjährt.

Die verurteilten Beamten erwartet jetzt eine bis zu fünfjährige Berufssperre.

Bei den Polizeieinsätzen rund um den G8-Gipfel wurden damals etwa 500 Menschen verletzt, ein Demonstrant starb.

Francesco Romeo, Anwalt der Opfer, beklagt, die Urteile gegen die Polizisten seien nur ein Teilerfolg:
“Die Justiz hat elf Jahre gebraucht und nun hat lediglich eine ganz begrenzte Zahl an Schuldigen eine Strafe erhalten.”

Den Polizeibeamten wurde vor allem eine nächtliche Razzia in einer Genueser Schule zur Last gelegt, bei der 60 Menschen verletzt und über 90 festgenommen wurden. Die Schule war während des Gipfels von Globalisierungsgegnern als Schlafgelegenheit genutzt worden.

Der G8-Gipfel im Juli 2001 war von massiven Protesten von italienischen und ausländischen Globalisierungsgegnern begleitet
worden.