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Schwacher Arbeitsmarkt wird zum Problem für Barack Obama

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Schwacher Arbeitsmarkt wird zum Problem für Barack Obama

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Der Arbeitsmarkt in den USA kommt einfach nicht auf Touren. Laut dem Arbeitsministerium stieg die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Juni um nur rund 80.000 und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Zudem erwies sich das Gesamtquartal als das schwächste am US-Arbeitsmarkt seit mehr als zwei Jahren.

Die Arbeitslosenquote betrug wie schon im Vormonat 8,2 Prozent. Seit Februar 2009 liegt sie bei mehr als acht Prozent – dies ist die längste Phase seit dem Jahr 1948. Und der Negativ-Trend hält wohl auch weiter an: Laut Experten ist das US-Wirtschaftswachstum zu schwach, um für eine Aufhellung am Arbeitsmarkt zu sorgen. Erst ab 250.000 neuen Arbeitsplätzen pro Monat könnte sich die Lage stabilisieren. Insgesamt stellen US-Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe wie im Dienstleistungsbereich immer weniger Menschen ein – und das beeinflusst auch die für die US-Konjunktur wichtige Konsumnachfrage.

Die Themen Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt gelten als entscheidende Faktoren im Präsidentschaftswahlkampf zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. “Es sieht aus, als bliebe der erste Freitag im Montag ein unheilvolles Datum für Barack Obama”, urteilt Euronews-Korrespondent Stefan Grobe. “Die Schlagzeilen werden für den Präsidenten weiterhin negativ sein, wenn die Arbeitslosenquote auf dem derzeitigen Niveau bleibt oder steigt. Das Weiße Haus befürchtet, dass der Wunsch nach einem Wechsel bei den unzufriedenen Wählern stärker wird.”