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Historischer Tag: Libyer dürfen wählen

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Historischer Tag: Libyer dürfen wählen

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Was für ein historischer Tag in Libyen. Zum ersten Mal seit mehr als 60 Jahren sind die Libyer dazu aufgerufen, an freien Wahlen teilzunehmen. Gesucht werden 200 Abgeordnete für einen allgemeinen Nationalkongress. Schon am frühen Samstagmorgen drängten sich viele Lybier vor den Wahlurnen. Auch Ministerpräsident Abdurrahim el-Keib gab seine Stimme ab.

“Das haben sich alle Libyer verdient und sie werden die Welt überraschen, so wie sie es mit der Revolution getan haben. So Gott will.”

Der allgemeine Nationalkongress ist nach der Wahl dafür verantwortlich einen Ministerpräsidenten zu bestimmen und ein Kabinett zu wählen.
Ein Wähler in Tripolis erklärt: “Ich bin aufgeregt wie ein Bräutigam. Es ist eine Hochzeit der Demokratie. Es ist das erste Mal, dass wir entscheiden, wer uns regiert. Und dank Gott geht es dem Volk gut.”

Aber nicht alle Libyer freuen sich über die Wahl. Im Osten des Landes – in und rund um die Stadt Bengasi – kam es zu Protesten. Dort wurden zudem hunderte Wahlzettel verbrannt.