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Schock und Wut nach Unwettern in Südrussland

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Schock und Wut nach Unwettern in Südrussland

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Nach den schlimmsten Unwettern seit Jahrzehnten im Feriengebiet Krasnodar macht sich der russische Präsident ein Bild von der Lage. Wladimir Putin überflog die am stärksten betroffenen Gebiete. Mehr als 130 Menschen sind bei den Überschwemmungen ums Leben gekommen.

Putin erklärte, man müsse zuallererst an die Menschen denken, die jetzt leiden müssten, die ihre Wohnungen verloren hätten. Nach ersten Informationen seien allein in der Stadt Krymsk mindestens 100 Gebäude völlig zerstört.

Augenzeugen sprachen von bis zu sieben Meter hohen Wellen. Neben den Opfern, die ertrunken sind, kamen mehrere Menschen durch Stromschläge ums Leben – nachdem ein Transformator vom Blitz getroffen worden war. Zehntausende waren dann ohne Strom. Kinder aus einem Ferienlager sollten in Sicherheit gebracht werden, zahlreiche Menschen mussten stundenlang auf Dächern oder Bäumen auf Hilfe warten. Inzwischen berichtet die Polizei von Plünderungen in den verlassenen Gegenden.

Eine Frau in einer Notunterkunft klagt: “Warum hat uns denn keiner gewarnt. Alles wussten es, dass es Fluten in Novorossisk gibt. Was für ein Chaos…

Auch im Internet häufen sich die Vorwürfe gegen die Behörden. Viele Gerüchte machen die Runde.

Das betroffene Gebiet liegt 300 km nördlich von Sotschi, wo 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden.