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Karlovy Vary: Schauspielerin Susan Sarandon ausgezeichnet

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Karlovy Vary: Schauspielerin Susan Sarandon ausgezeichnet

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Das 47. Fimfestival in Karlovy Vary ist mit einem besonderen Highlight zu Ende gegangen: Die amerikanische Schauspielerin Susan Sarandon nahm bei der Abschlussfeier den “Crystal Globe” für außergewöhnliche Dienste um das internationale Kino in Empfang.

In ihrer bewegenden Dankesrede erinnerte Sarandon an die kürzlich verstorbene Hollywood-Autorin und Regisseurin Nora Ephron. Ephron schrieb u.a. die Drehbücher für “Harry und Sally” und “Schlaflos in Seattle”.

Der norwegische Filmregisseur Martin Lund nahm den Hauptpreis des Filmfestivals in Empfang. Sein Film “The almost man” handelt von einem jungen Mann, der Vater wird aber keine Verantwortung übernehmen will. Hauptdarsteller Henrik Rafaelsen wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Er teilt sich den Preis mit dem Polen Eryk Lubos. Lubos bekam den Preis für seine Rolle in Jakub Kolski`s “To kill a beaver”. Ein Film über einen Mann, der mit alten Erinnerungen konfrontiert wird und sich auf einen scheinbar grundlosen Rachefeldzug begibt.

Als beste Schauspielerin wurde die Iranerin Leila Hatami ausgezeichnet – für ihre Rolle in “The Last Step”. Regie führte ihr Ehemann Ali Mosaffa. In dem Film spielt Leila Hatami vor allem sich selbst – einen schönen und talentierten iranischen Filmstar. Daneben gibt es einen Erzähler, den verstorbenenen Ehemann Koshrow. Nie ganz glaubwürdig erzählt der eine delikate und ironische Geschichte über eine komplizierte aber liebevolle Ehe.

In der Kategorie “East of the west” gewann der ukrainische schwarz-weiß Film “House with a turret”. In dem Film erzählt Eva Neymann eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Streifen spielt an einem Wintertag in der Sowjetunion. Durch die Augen eines kleinen Jungen erleben die Zuschauer eine Gesellschaft ausgezerrt von Krieg und Hunger. Betäubt vom allgegenwärtigen Tot und unbeeindruckt vom Leiden der Anderen.

Der Preis für den Besten Dokumentarfilm ging an Ilian Metevs “Sofias Last Ambulance”. Ein Streifen über eine überarbeitete Krankenwagenbesatzung.
Die bulgarisch-kroatisch-deutsche Co-Produktion gewährt einen Blick in die anstrengende Arbeit in den Rettungswagen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Der Film zeigt die dreiköpfigen Teams bei ihren häufig frustrierenden Versuchen, Menschenleben zu retten.

Gleich zwei Preise räumte der kanadische Regisseur Rafael Oullet mit seinem Film “Camion” ab. Ein Drama über einen tragischen Unfall, der eine verstreut lebende Familie wieder zusammenbringt.
Der Film gewann den Preis der ökumensichen Jury. Außerdem wurde Ouellet als bester Regisseur ausgezeichnet.