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Lob für Wahl in Libyen

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Lob für Wahl in Libyen

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In Libyen werden nach den ersten freien Parlamentswahlen nach Gaddafi noch immer die Stimmen ausgezählt. Es geht um die Wahl des Allgemeinen Nationalkongresses, der den bisherigen Übergangsrat ablöst. Noch ist nicht klar, wann das abschließende Ergebnis verkündet werden kann. Allerdings zeichnet sich bereits eine deutliche Tendenz ab.

So liegt die liberale Allianz von Mahmud Dschibril nach derzeitigen Erkenntnissen auf Platz eins. Sie habe in der Hauptstadt Tripolis und in Bengasi die meisten Stimmen erhalten, so Wahlbeobachter. Dschibril war Ministerpräsident im Übergangsrat. Auf den zweiten Platz kommen demnach die Muslimbrüder.

Die Abstimmung stieß international auf Anerkennung. US-Präsident Barack Obama sprach von einer historischen Wahl, und der Sondergesandte der UNO, Ian Martin, meinte: “Ich denke es ist wichtig, dass durch Verzögerungen bei der Auszählung keine Zweifel aufkommen. Eines der großartigen Dinge dieser Wahl ist, dass es keinerlei Berichte über Fehlverhalten gibt. Sicher gibt es bei den ersten Wahlen Fehler, aber kein Fehlverhalten.”

Auch der Leiter der EU-Wahlbeobachterkommission, Alexander Graf Lambsdorff, lobte die Wahl. Insgesamt waren fast drei Millionen Libyer zur Stimmabgabe aufgerufen, die Wahlbeteiligung lang bei 63 Prozent.