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Londoner klagen gegen Raketen auf dem Dach

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Londoner klagen gegen Raketen auf dem Dach

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Für den Geschmack dieser Leute geht die Sicherheit bei der Olympiade in London ein bisschen weit: Deswegen sind sie vor Gericht gezogen.

Der Auslöser: Auf dem Dach ihres Wohnblocks im Osten der britischen Hauptstadt werden bei Olympia Flugabwehrraketen stehen – gegen mögliche Anschläge. Die Bewohner fürchten aber, sie würden damit selbst zum Anschlagsziel.

Ihr Anwalt David Enright sagt, es gehe um das Recht, in einer freien Gesellschaft frei zu leben. Verliere man diesen Fall, dann müsse das Verteidigungsministerium in Zukunft nie mehr jemanden fragen: Es könne einfach so in jedes Haus
kommen und auf dem Dach oder auf dem Rasen Kriegsgerät aufbauen.

An sechs Stellen in und um London werden während der Olympischen Spiele solche Raketen aufgebaut. Zu diesen Orten gehören die Dächer zweier Wohnblocks.

Nach Ansicht der Anwohner werden dadurch aber ihre Menschenrechte verletzt. Sie seien weder befragt noch informiert worden.

Die Spiele beginnen in zweieinhalb Wochen, am 27. Juli. Ein Urteil könnte schon morgen fallen.