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Metro-Aktie im Sturzflug

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Metro-Aktie im Sturzflug

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Der deutsche Handelskonzern Metro musste in Frankfurt den Preis für den Pessimismus seiner Chefs bezahlen: Die Aktie des drittgrößten Einzelhändlers in Europa fiel am Montag um 6,2 Prozent und war der größte Verlierer im Dax. Metro-Vorstandschef Olaf Koch hatte zuvor erklärt, die Euro-Krise beeinträchtige den Konsum in Deutschland – und das werde den Metro-Konzern empfindlich treffen.

Einzig den Cash-and-Carry-Großmärkten für Wiederverkäufer geht es derzeit gut – allerdings nicht gut genug, um die schlechte Performance der Elektrohändler Saturn und Mediamarkt zu kompensieren. Im vergangenen Jahr entwickelte Metro sein Online-Geschäft, aber dieses kommt nur langsam in Fahrt. Im ersten Quartal fuhr der Konzern Verluste ein und kürzte daraufhin Kosten und Investitionen.

Metro ist ein direktes Opfer der Eurokrise. 57 Prozent des europäischen Umsatzes außerhalb Deutschlands wird in Ländern erwirtschaftet, in denen hohe Arbeitslosigkeit und Sparpakete den Konsum bremsen. Und obwohl deutsche Verbraucher sich zuversichtlich geben, gehen die Konsumausgaben auch hier zurück.

In den vergangenen 12 Monaten hat Metro die Hälfte seines Marktwerts verloren. Nun droht der Konzern sogar, aus dem Dax zu fliegen und in den MDax verbannt zu werden, den Index für mittlere Unternehmen.