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Russland trauert um Flut-Opfer

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Russland trauert um Flut-Opfer

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Die Flaggen auf Halbmast, im ganzen Land Staatstrauer und keine Unterhaltungsshows im Fernsehen. Russland gedenkt der mindestens 171 Todesopfer der Flutkatastrophe in der südrussischen Region Krasnodar. Präsident Wladimir Putin hielt mit seinem Mitarbeitern eine Schweigeminute ab, danach verlangte er Aufklärung. Viele Menschen beschweren sich bereits, die Behörden würden das wahre Ausmaß der Katastrophe verschleiern.

Wladimir Putin: “Wir müssen untersuchen, was diese Tragödie verursacht hat und wie die Rettungsdienste gearbeitet haben. Wir müssen analysieren, was getan wurde, und was nicht, was wir noch tun müssen, sowohl hier als auch andernorts, wo so etwas passieren kann.”

Während Messen für die Opfer abgehalten werden, räumte Zivilschutzminister Wladimir Putschkow ein, es seien Fehler von den Behörden gemacht worden. Diese hätten die Bevölkerung teils zu spät informiert. Der Bürgermeister der besonders betroffenen Stadt Krymsk sowie der Chef des Bezirks, in dem die Stadt liegt, wurden gefeuert.

“Mein Sohn hat seit mehr als einem Tag nichts gegessen, ich wünschte, er würde wenigstens ein Stück Brot essen, aber er will nicht, er hat Angst, vor allem, vor jedem Geräusch.”

Minister Putschkow sagte, die Flut sei die Folge heftiger Regenfälle. Vorwürfe aus der Bevölkerung, es sei zudem Wasser aus Stauseen abgelassen worden, wies er zurück.