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Arbeitsmarkt im Euroraum nach wie vor ein Sorgenkind

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Arbeitsmarkt im Euroraum nach wie vor ein Sorgenkind

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Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone bleibt bedenklich hoch. Vor allem Länder wie Spanien geben Anlass zur Sorge: Dort hat jeder vierte Erwerbsfähige keinen Job, die Arbeitslosenquote liegt bei knapp 25 Prozent. Das hat die OECD in ihrer jüngsten Arbeitsmarktanalyse festgestellt. Die Unterschiede zwischen den Staaten sind groß: In Deutschland etwa beträgt die Arbeitslosenquote 5,6, in Österreich 4,1 Prozent.

Für die gesamte Eurozone erwartet die OECD im laufenden Jahr eine Quote von 10,8 Prozent. 2013 setzt sich der Negativ-Trend demnach fort; die Quote soll auf 11 Prozent klettern. OECD-Generalsekretär Angel Gurría ist besorgt. “Der Trend geht derzeit in Richtung Langzeitarbeitslosigkeit”, sagte er. “Die Menschen sind meist länger als sechs Monate, in vielen Fällen länger als ein Jahr arbeitslos. Damit haben wir bislang keine Erfahrung und es besteht die Gefahr, dass die Betroffenen sich endgültig vom Arbeitsmarkt zurückziehen.”

Tatsächlich benötigen laut OECD mehr als 35 Prozent der Arbeitslosen mindestens ein Jahr, um wieder eine Stelle zu finden. Ein weiterer, heikler Punkt ist die Jugendarbeitslosigkeit, die bei mehr als 22 Prozent liegt. Insgesamt ist die Lage am Arbeitsmarkt bei den Nicht-Euroländern deutlich besser als im Euroraum.