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Intel steigt bei ASML ein

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Intel steigt bei ASML ein

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ASML setzt auf die Chiptechnologie: Europas größter Zulieferer für die Chipbranche sucht bei seinen Kunden finanzielle Unterstützung für seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Und der US-Chipkonzern Intel, immerhin der Weltmarktführer, ist dazu bereit. Als Ergebnis schoss der Aktienpreis der Niederländer in Amsterdam um 8,57 Prozent nach oben – ASML war der größte Gewinner im AEX. Und das umso mehr, als der Konzern auch Gespräche mit Samsung in Südkorea und TSMC in Taiwan führt.

Insgesamt wird Intel mehr als vier Milliarden Dollar in ASML investieren, das entspricht 3,3 Milliarden Euro. Zunächst will Intel 10 Prozent an ASML übernehmen und diesen Anteil später auf 15 Prozent aufstocken. Der Rest des Geldes fließt in die Forschung und Entwicklung.

Damit sollten zwei vielversprechende Produktionsmethoden zwei Jahre früher als geplant auf den Markt kommen. Einmal die so genannte
EUV-Lithografie, wobei EUV für Extreme Ultra-Violet steht. Diese Technik ermöglicht die Herstellung von kleineren und leistungsfähigeren Chips. Zum zweiten die 450 mm Wafer-Technologie, mit der Hersteller mehr Chips produzieren und so Kosten reduzieren können.

Mit diesem Schritt sichert ASML seine Stellung als Weltmarktführer im Bereich Lithographiesysteme ab. Und das Sahnehäubchen auf dem Kuchen: Der Konzern will 1.200 Ingenieure einstellen.