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Straßburg fordert Freilassung von ETA-Terroristin

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Straßburg fordert Freilassung von ETA-Terroristin

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Straßburg. Der Europäische Menschengerichtshof in Straßbourg hat Spanien aufgefordert, das ETA-Mitglied Inés del Río Prada freizulassen und ihr 30.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Die Terroristin sitzt aktuell eine Haftstrafe von 3000 Jahren ab.

Inés del Río Prada war im Juli 1988 in Zaragoza festgenommen worden. Sie hatte 35 Kilo Sprengstoff bei sich, die für Attentate an der Costa del Sol bestimmt waren. del Rio Prada sitzt aktuell 3.000 Jahren Haft ab, davon entfallen 2.000 auf die Beihilfe, die sie dem Kommando Madrid geleistet hatte: Am 14. Juli 1986 kostete ein Attentat auf einen Konvoi der Guardia Civil am Platz der Dominikanischen Republik in Madrid 14 Menschen das Leben und weitere 40 wurden verletzt. Inés del Río Prada sollte nach spanischer Rechtsprechung erst im Juli 2017 freikommen.

Mit seiner Entscheidung verurteilt der Menschengerichtshof zugleich die Rechtsauffassung Spaniens – die so genannte Parot-Doktrin – im Kampf gegen den Terrorismus der baskischen Separatisten.