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Burberrys enttäuscht die Märkte

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Burberrys enttäuscht die Märkte

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Greift die Finanzkrise nun auch auf die Luxusindustrie über? Das befürchten jedenfalls die Märkte, nachdem die Quartalsergebnisse von Burberry hinter den Erwartungen zurückblieben. Obwohl die Umsätze im ersten Quartal um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen, enttäuschten die Verkäufe des britischen Unternehmens im Vergleich zu den beiden Vorquartalen. Die Nachfrage in den Schwellenländern erwies sich als weniger stabil, vor allem in China, der Wachstumslokomotive des Luxusmarktes.

Obwohl die Briten von einer “soliden Performance in einem immer rauheren Marktumfeld” sprachen, fiel der Preis für die Burberry-Aktie in London um 7,4 Prozent – Burberry war damit der größte Verlierer im FTSE 100. Dennoch sind sich Experten einig, dass der Markt für Luxusgüter vielversprechend bleibt. Sein Wachstumspotential bis 2014 wird auf sieben Prozent geschätzt – wenn die Krise sich nicht verschlimmert. Im Fall einer Rezession in Europa und den USA und einer Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern würde der Markt für Luxusgüter immer noch um drei Prozent pro Jahr zulegen.

Trotz dieser ermutigenden Aussichten hat die Panik der Märkte die ganze Luxusbranche nach unten gezogen, sogar den Weltmarktführer LVMH, der in Paris knapp 3,2 Prozent verlor.