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Nächster Schritt auf der Suche nach zweiter Erde

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Nächster Schritt auf der Suche nach zweiter Erde

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Im Februar dieses Jahres verkündete ein Team von Wissenschaftlern eine Sensation: Sie bestätigten die Existenz eines Planeten, auf dem Leben wie auf der Erde möglich sein soll. Die Nachricht sorgte für Aufregung in den Medien – aber auch unter Wissenschaftlern. Der erdähnliche Planet umkreist einen Zwergstern, innerhalb von 28 Tagen. Und der Planet hat die richtige Entfernung zu seinem Heimatstern für ein moderates Klima.

Das bedeutet, das Wasser auf der Oberfläche müsste flüssig sein und die Temperaturen müssten denen auf der Erde ähneln. Der Planet mit dem prosaischen Namen Gliese 667 Cc ist mehr als 22 Lichtjahre von der Erde entfernt. Aber was steckt wirklich hinter der Geschichte? Wie haben die Wissenschaftler den Planeten überhaupt entdeckt?

Astronomen haben die Daten des Harps-Teleskops untersucht. Die Anlage ist die weltweit beste, wenn es darum geht, nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu suchen. Das Teleskop steht in der Atacama-Wüste in Chile. Die Entdeckung des Planten war ein aufwändiges Unterfangen. Es gelang mit einer speziellen Methode. Dabei nutzt man den Umstand, dass der Planet kleine Erschütterungen erzeugt, während er sich um seinen Heimatstern bewegt. Hightech-Teleskope sind in der Lage diese Veränderungen in der Wellenlänge zu messen und so Planeten zu entdecken.

Harps besitzt ein 3.60 Meter langes Teleskop. Mit ihm konnten europäische Wissenschaftler mehr als fünfzig Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachweisen – innerhalb eines Monats. Soviele wurden nie zuvor auf einmal entdeckt. Die Astronomen schätzen, dass jeder Stern in unserer Galaxie mindestens einen Planeten besitzt. Ihre Lage ließe in einigen Fällen Leben zu.

Professor Michel Mayor von der Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre erklärt dazu, sein Team beschäftige sich hauptsächlich mit der Suche und Erforschung sehr kleiner Planeten. Solche die etwa die Masse der Erde hätten. Künftige Weltraummissionen könnten diese Forschungsergebnisse nutzen, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Mit neuen Geräten werden die Wissenschaftler künftig in der Lage sein, viele bewohnbare Planeten zu analysieren. Und vielleicht werden sie auch nach Spuren von Leben suchen.