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Srebrenica gedenkt des Völkermordes vor 17 Jahren

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Srebrenica gedenkt des Völkermordes vor 17 Jahren

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In Srebrenica haben am Mittwoch rund 35.000 Menschen des Massakers vor 17 Jahren gedacht.
Damals hatten bosnisch-serbische Truppen bis zu 8.000 Muslime getötet.
Nach der religiösen Feier in der Gedenkstätte Potocari vor den Toren Srebrenicas wurden 520 Opfer dieses Völkermordes beigesetzt. Sie waren im vergangenen Jahr aus Massengräbern geborgen und identifiziert worden. Das Massaker gilt als schwerstes Kriegsverbrechen in Europa seit 1945.
Der von zwei internationalen Gerichten festgestellte Völkermord wird in der serbischen Landeshälfte Bosniens bis heute bestritten.
Am 11. Juli 1995 eroberten bosnisch-serbische Truppen die von Muslimen bewohnte Stadt, obwohl
sie UN-Schutzzone war. Kampflos überließen damals niederländische Blauhelme den etwa 2.000 gut ausgerüsteten Angreifern unter General Ratko Mladic die Stadt. Bis zu 8.000 muslimische Männer und Jugendliche wurden abgeführt, die meisten später erschossen und in Massengräbern verscharrt. Frauen und Kinder wurden deportiert.