Eilmeldung

Eilmeldung

EU will Umweltkriminalität einen Riegel vorschieben

Sie lesen gerade:

EU will Umweltkriminalität einen Riegel vorschieben

Schriftgrösse Aa Aa

Umweltkriminalität und illegale Abfallverschiebung nehmen auf der Liste der Verbrechen den dritten Rang ein. Dies geht aus Untersuchungen des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hervor. Auch die Europäische Union will ihren Kampf gegen die so genannte Eco-Mafia verstärken: Es geht um illegale Abholzung und um den Handel mit Elektro-Schrott. Ein Problem sei, dass diesen Verbrechen kaum Beachtung geschenkt werde, so JUlian Newman von der regierungsunabhängigen Organisation EIA, die solche Verbrechen untersucht. Selbst Schmuggel werde strafrechtlich nur selten verfolgt. Europa- wie weltweit müsse entschiedener vorgegangen werden. Inzwischen macht auch der Ausschuss für Organisierte Kriminalität des Europaparlaments Druck: Im Kampf gegen Eco-Mafia und Geldwäsche seien für alle EU-Mitgliedsstaaten verbindliche Gesetze notwendig. “Kriminelle Machenschaften können nur aufgedeckt werden, wenn wir die Methode anwenden, die in Italien erfolgreich ist: Der Besitz krimineller Organisationen wird beschlagnahmt”, so Sonia Alfano, die den Ausschuss leitet. Interpol, Europol und das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung spielen dabei eine wichtige Rolle. Notwendig ist jedoch mehr grenzübergreifende Zusammenarbeit.