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Peugeot-Citroën: Ein Opfer der Eurokrise

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Peugeot-Citroën: Ein Opfer der Eurokrise

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Die Schwierigkeiten, mit denen der französische Autobauer Peugeot-Citroën derzeit zu kämpfen hat, sind ein direktes Resultat der Finanzkrise im Euroraum. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Einkommensverluste verzichten immer mehr Menschen auf den Autokauf, vor allem in den südeuropäischen Ländern, wo Peugeot einen Gutteil seiner Geschäfte macht.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Halbjahr 2012 verkaufte Peugeot weltweit um 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei Renault hingegen ging der Absatz um nur 3,3 Prozent zurück und Volkswagen verzeichnete sogar ein Verkaufsplus von mehr als 10 Prozent. Experten wie Brenda Kelly con CMC sind für die Zukunft von Peugeot skeptisch. “Peugeot hat schon in den vergangenen Monaten auf einem 23-Jahres-Tief agiert”“, meint Kelly, “und wird nun immer weiter zurückgeworfen. Und die rückläufige Nachfrage nach Autos beeinflusst natürlich auch die Beschäftigungspolitik der Autobauer.”

Peugeot kämpft auch mit der Konkurrenz aus Fernost: Denn die dortigen Hersteller werden in Europa immer stärker. Die Halbjahreszahlen von Peugeot, die für Ende Juli erwartet werden verheißen nichts Gutes: Seit Mitte 2011 verbrennt der Konzern nach eigenen Angaben jeden Monat 200 Millionen Euro.