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Schon wieder ein Wechsel an der Opel-Spitze

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Schon wieder ein Wechsel an der Opel-Spitze

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Bei Opel gibt es schon wieder einen Wechsel an der Spitze. Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke ist zurückgetreten, nach nur gut einem Jahr im Amt.

Für viele kam der Schritt völlig überraschend; einen Nachfolger für Stracke gibt es noch nicht. Es ist der dritte Wechsel an der Spitze des Autobauers in nicht
einmal drei Jahren. Offenbar ist die amerikanische Mutterfirma General Motors unzufrieden mit den jahrelangen, fortdauernden Verlusten in Europa.

Gerade erst vor zwei Wochen hatte Opel einen Sanierungsplan für die nächsten Jahre vorgelegt, bis 2016. So lange sollen auch keine Werke geschlossen
werden: Arbeiter und Politiker hoffen nun, dass es dabei bleibt.

Derzeit verhandelt Opel darüber mit dem Betriebsrat und der IG Metall. Dabei geht es unter anderem um das Werk in Bochum: Es würde demnach frühestens 2017 und damit zwei Jahre später als bisher geplant geschlossen. Die Gespräche sollen im Oktober abgeschlossen werden; bis dahin verzichtet die Belegschaft auf die jüngste Tariferhöhung.

Die hohen Kosten will Opel vor allem durch die Zusammenarbeit mit der französischen Firma Peugeot-Citroën in den Griff bekommen. Besonders im Einkauf, der Logistik und der Entwicklung soll gespart werden – was sich aber richtig erst in einigen Jahren niederschlagen würde.

Opel kämpft mit Absatzrückgängen auf dem schwachen europäischen Automarkt. In den ersten fünf Monaten des Jahres verkauften Opel und die britische Schwester Vauxhall in der EU sechzehn Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. Natürlich schrumpfte in der Krise auch der Gesamtmarkt: aber eben nur halb so stark.