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Spanien: Bevölkerung gespalten über Sparpaket

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Spanien: Bevölkerung gespalten über Sparpaket

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Wird das Sparprogramm der Regierung funktionieren? Das fragt sich die spanische Presse. Konservative Blätter meinen, es gebe keinen anderen Ausweg. Es sei die letzte Chance, ohne Hilfe der EU die Krise zu bewältigen. Andere befürchten dagegen, die Maßnahmen könnten das Gegenteil bewirken und die Krise sogar noch verschlimmern, da sie die Wirtschaft abwürgten.

Die Bevölkerung ist gespalten. Eine Frau meint, die Angestellten im öffentlichen Dienst würden nun schon zum zweiten Mal zur Kasse gebeten. Aber andere hätte es auch getroffen mit Rentenkürzungen, weniger Arbeitslosenhilfe, höheren Steuern. Die ganzen Gesellschaft müsse das nun ausbaden.

Spanien muss sein Defizit deutlich senken. Derzeit kämpft es mit hohen Zinsen, wenn es Geld leihen will. Investoren befürchten, das Land könne seine Schulden nicht vollständig zurückzahlen.

In Madrid gingen die Proteste gegen das Sparpaket am Donnertsag weiter. Angestellte besetzten ein Krankenhaus für 24 Stunden. Am Mittwoch war es bei Protesten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bei einer Demonstration von Bergarbeitern gegen Kürzungen im Kohlebergbau wurden mehrere Menschen verletzt.