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Lawinenopfer: "Es war wie in einer Waschmaschinentrommel"

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Lawinenopfer: "Es war wie in einer Waschmaschinentrommel"

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Zu den aus den Schneemassen geborgenen gehört der 63-jährige Bergführer Daniel Rossetto. Er war mit zwei dänischen Alpinisten unterwegs und kam, wie seine Kunden auch, mit nur leichten Verletzungen davon. Er fühlte sich in der Lawine “wie in einer Waschmaschinentrommel”.

“Verglichen mit der ersten Seilschaft sind wir spät aufgebrochen. Deshalb waren wir nicht mitten in der ersten Lawine. Wir sind vom Schnee verschüttet worden, konnten erst noch standhalten. Dann aber fielen großen Schneemassen auf uns und rissen uns mit. Wir fielen zusammen. Das ging ganz schnell. Als es langsamer wurde, waren wir froh, dass es langsamer wurde” beschreibt der 63-jährige den Lawinenabgang.

Der30 jährige Thomas aus Kopenhagen gehörte zu Rossis Seilschaft: “Ich kletterte mit der Eisaxt nach oben und ganz plötzlich fiel ein großes Eisstück neben uns herunter, und ich dachte, Scheiße, wenn uns das getroffen hätte, hätte es sehr weg getan. Und nur den Bruchteil einer Sekunde später kam alles herunter, traf uns und riss uns mit.”

Die Identität der deutschen Opfer konnte inzwischen geklärt werden. Sie stammen aus Hamburg, dem sächsischen Aue sowie aus Neulußheim in Baden-Württemberg.