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Probleme für Sicherheit bei Olympia in London


Großbritannien

Probleme für Sicherheit bei Olympia in London

Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in London steht fest:
Die zuständige Sicherheitsfirma G4S kann das nötige Personal nicht beschaffen. Erst viertausend Leute sind eingestellt, mehr als zehntausend müssten es sein. Die Spiele beginnen in zwei Wochen.

Nun soll die Armee einspringen: Gut dreizehntausend Soldaten waren für die Sicherheit schon eingeplant, dreieinhalbtausend sollen jetzt noch dazukommen – etliche von ihnen auch von den britischen Truppen in Deutschland.

Bewerber und Eingestellte beschweren sich über chaotische Zustände bei G4S. “Ich weiß nicht, wo ich eingesetzt werde und was ich mache”, sagt eine Kandidatin. “Hunderte von Leuten haben wie ich zuhause gesessen und gewartet, dass sich G4S meldet.”

Die Zeitung “Guardian” hat mit Bewerbern gesprochen und berichtet ebenfalls von Fällen, in denen die Leute keine – oder falsche -Informationen bekämen, ebenso wie zum Beispiel von Anlernkursen, in denen zweihundert Menschen säßen. Viele seien nie an ihrem künftigen Einsatzort
gewesen oder wüssten in der Praxis nicht Bescheid mit den Geräten zum Durchleuchten.

Die Politik versichert, an der Sicherheit während der Olympischen Spiele gebe es trotz allem keine Abstriche. Londons Oberbürgermeister Boris Johnson sagt außerdem, man habe ja sowieso mit einer großen Anzahl von Soldaten geplant. Beim Tennis in Wimbledon sei das zum Beispiel nicht anders. “Die Soldaten sehen doch sehr schmuck aus”, sagt Johnson, “und es trägt zur Atmosphäre des Ganzen bei.”

Wie viele Leute G4S nun letztlich auf die Beine bringen kann, ist noch offen. Die Firma verspricht, man arbeite daran mit äußerstem Einsatz. Das hoffen die Organisatoren: G4S, ein riesiger Weltkonzern, bekommt für den Auftrag 360 Millionen
Euro.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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