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Rom absolviert erfolgreiche Anleiheauktion

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Rom absolviert erfolgreiche Anleiheauktion

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Italien ist immer für eine Überraschung gut. Trotz der Herabstufung durch die US-Ratingagentur Moody’s verlief eine Auktion italienischer Anleihen positiv. Moody’s hatte Italiens Bonität auf Baa2 gesenkt – nur zwei Stufen über Ramschniveau. Dennoch konnte Rom am Kapitalmarkt 5,3 Milliarden Euro einsammeln, und das zu erstaunlich geringen Renditen.

Industrieminister Corrado Passera bezeichnete die Herabstufung durch Moody’s als ungerechtfertigt und irreführend – sie berücksichtige nicht, wieviel das Land derzeit leiste. Die Anleger sehen das offenbar ähnlich und schenkten Italien ungewöhnlich viel Vertrauen. So wurden dreijährige Staatsanleihen mit 4,6 Prozent verzinst – im Juni war der Zinssatz noch auf 5,3 Prozent hochgeschnellt. Damit ist die Rendite für die neuen Papiere die niedrigste seit Mai. Für zehnjährige Staatsanleihen zahlte Rom 5,8 Prozent Zinsen. Zudem war die Auktion auch noch stark überzeichnet, was darauf hindeutet, dass die Kapitalmärkte Vertrauen in die Rückzahlungsfähigkeit Italiens haben. All dies tat auch den italienischen Banken gut, deren Kurse an den Börsen zulegen konnten. Ein freundlicher Freitag also für das schuldengeplagte Land.