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Sportlerinnen aus Saudi-Arabien dürfen zu Olympia

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Sportlerinnen aus Saudi-Arabien dürfen zu Olympia

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Premiere bei den olympischen Sommerspielen in London. Saudi-Arabien wird erstmals weibliche Athleten an den Start schicken. Seit langem habe sich das IOC beim saudi-arabischen Komitee dafür eingesetzt, ein Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern im Olympiaaufgebot herzustellen, so IOC-Präsident Jacques Rogge. Dieses Ziel sieht er nun erreicht.

Rogge: “Das ist sehr wichtig, weil es sich um ein Menschenrecht handelt. Frauen haben das Recht, Sport zu treiben. Sie lieben Sport, und wir müssen dafür sorgen, dass Mauern niedergerissen werden.”

Die 800 Meter-Läuferin Sarah Attar gehört zu den Pionierinnen, sie wird in London an den Start gehen. Siegchancen werden ihr keine eingeräumt, aber darum geht es ihr auch gar nicht.

Attar: “Es ist eine große Inspiration für mich, dass ich als eine der ersten Frauen aus Saudi-Arabien an den Olympischen Spielen teilnehmen kann. Das ist eine große Ehre, und ich hoffe, dass ich damit eine Vorreiterin bin und helfen kann, dass mehr Frauen in Saudi-Arabien zum Sport kommen.”

Und es werden weitere Sportlerinnen aus arabischen Staaten starten. Die Schützin Bahiya Al-Hamad aus Katar zum Beispiel, auch die Schwimmerin Nada Arakji.
Katar hatte bei den Spielen 2008 in Peking noch weibliche Sportlerinnen ausgeschlossen, ebenso das Sultanat Brunei. In London aber werden alle teilnehmenden Länder auch Frauen zu den Wettkämpfen melden.