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Ursachensuche nach tödlichem Lawinenunglück

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Ursachensuche nach tödlichem Lawinenunglück

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Nach dem Lawinenunglück in der Nähe des Mont Blanc suchen die Fachleute nun nach dem Auslöser. Fest steht nur, dass die Schneebedingungen am Berg sehr schwierig waren.

Die Lawine ging am Mont Maudit ab, einem Viertausender auf dem Weg zum noch höheren Mont Blanc. Neun Menschen kamen ums Leben. Die Bergsteiger waren in zwei Seilschaften unterwegs, die früh am Morgen von der Cosmiques-Hütte in 3600 Meter Höhe aufgebrochen waren.

Vier zunächst vermisste Bergsteiger sind dagegen in Sicherheit: Zwei waren auf einer anderen Strecke unterwegs, zwei hatten die Tour schon abgebrochen.

“Voran gingen sehr erfahrene Bergsteiger”, sagt der slowenische Bergführer Klemen Gričar. “Es war ein tragischer Unfall: Diese Leute waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich habe einen Bergführer gesehen, der sich ganz schlimm die Schulter ausgerenkt hatte: Er zitterte wegen des Sturms und der Kälte; es war schrecklich.”

Die Opfer sind ein Schweizer, drei Deutsche, drei Briten und zwei Spanier. Mehrere Bergsteiger wurden verletzt, zwei blieben unversehrt.

Je nach Wetterlage soll heute die Suche nach den Toten weitergehen. Die Rettungskräfte wollen versuchen, ob sie noch Handysignale orten können. Alles andere wird sehr schwierig: Die Lawinenmasse ist enorm, dazu kommt viel Eis.

Jedes Jahr versuchen sich zwanzigtausend Bergsteiger am Aufstieg auf den Mont Blanc. Zu Spitzenzeiten sind es an einem Tag fünfhundert Menschen.