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Hollande spricht Machtwort zum Nationalfeiertag

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Hollande spricht Machtwort zum Nationalfeiertag

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Frankreichs neuer Präsident François Hollande hat den Nationalfeiertag nicht nur für ein Bad in der Menge genutzt, sondern auch für ein mit Spannung erwartetes Fernseh-Interview in der Tradition seiner Vorgänger. Dabei kritisierte er den von Peugeot angekündigten Abbau von 8.000 Stellen und versprach, alle staatlichen Möglichkeiten wie Weiterbildung oder Kredite zu nutzen, um die Mitarbeiter nicht im Regen stehen zu lassen.

“Der Staat wird das nicht zulassen. Es ist zu einfach, zu sagen, dass hohe Lohnkosten Schuld sind. Da gab es schlechte strategische Entscheidungen. Der jetzt vorliegende Plan ist inakzeptabel und muss nachverhandelt werden. Expertise, gemeinsame Abstimmung und ein strategischer Plan für die Autoindustrie.”

Zu den deutsch-französischen Beziehungen und der Arbeit mit Angela Merkel erklärte er: “Wir haben bei jeder Etappe den Kompromiss gesucht. Und in der Frage des Wachstums zum Beispiel haben wir ihn gefunden, auch bei der finanziellen Stabilität, um Spanien und Italien zu unterstützen, auch da haben wir Schritte in dieselbe Richtung gemacht, weil das zu wichtig war.”

Zuvor hatte er auf den Pariser Champs Elysees die traditionelle Militärparade zum 14. Juli abgenommen. Mit dabei auf der Ehrentribüne war auch seine Lebensgefährtin, Valérie Trierweiler, die sich mit Twitteräußerungen zu seiner Ex-Lebensgefährtin und Ex-Präsidentschaftskandidatin Segolene Royal bei seinen Kindern und in der Öffentlichkeit unbeliebt gemacht hatte. Er habe die Familie angewiesen, Privates und Öffentliches strikt zu trennen, stellte Hollande im Interview klar.

Den einzigen Fehltritt bei der Parade machte ein Fallschirmspringer, der sich bei der Landung leicht verletzte. Der Präsident tröstete persönlich – und lud ihn gleich zum nächsten Jahr ein.