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Sparkurs: Die Spanier sehen rot

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Sparkurs: Die Spanier sehen rot

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In Madrid haben sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Mindestens drei Menschen wurden festgenommen.

Kritiker werfen dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy vor, mit seinen drastischen Sparmaßnahmen gieße er Öl ins Feuer.

Ein Demonstrant schimpfte, die Regierung führe die Spanier mit ihrer Politik an den Rand des Abgrundes. Viele Menschen kämen bereits jetzt nicht mehr über die Runden.

Die größten spanischen Gewerkschaften riefen zu weiteren Demonstrationen und landesweiten Streiks auf.

Der wichtigste Baustein des 65 Milliarden Euro schweren Sparpakets ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Hinzu kommen Kürzungen der Beamtengehälter und des Arbeitslosengeldes.

Die Vize-Ministerpräsidentin räumte ein, es sei eine sehr schwierige Situation, nicht für die Regierung, sondern für die Spanier. Sie wolle dennoch Hoffnung machen. Spanien sei auf dem richtigen Weg.

Brüssel begrüßte die harten Sparmaßnahmen. Und auf den Märkten hat Madrid ein wenig Zeit gewonnen.

Analysten fürchten jedoch, dass der Sparkurs die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht lösen, sondern noch weiter verstärken werde.