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UN-Beobachter betreten Tremseh

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UN-Beobachter betreten Tremseh

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Nach dem verheerenden Blutbad im syrischen Tremseh haben UN-Beobachter am Samstag das Dorf inspiziert. Wie aus UN-Kreisen verlautet, erhielt ein Beobachterteam nach mehrstündigen Verhandlungen mit den Konfliktparteien die Erlaubnis, die Ortschaft zu betreten. Bei dem Gemetzel wurden nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag bis zu 250 Menschen getötet. Das Blutbad hatte weltweit Entsetzen ausgelöst und die Diskussion über ein internationales Eingreifen angeheizt. Der oppositionelle Syrische Nationalrat forderte in Istanbul erneut eine Militärintervention.

Die syrischen Oppositionellen griffen Russland, einen der wenigen verbliebenen Verbündeten von Präsident Assad, scharf an: “Wir machen Russland für die Massaker in Tremseh und anderenorts verantwortlich. Weil Russland nun Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist, wird klar, dass diese russische Politik die historisch guten russisch-syrischen Beziehungen zerstört”, erklärte dessen Sprecher George Sarba.

Russland blockiert im Weltsicherheitsrat bislang alle westlichen Resolutionsentwürfe, die ein schärferes Vorgehen gegen Damaskus ermöglichen würden. Moskau forderte eine “Aufklärung dieses Verbrechens”, für das jene Kräfte verantwortlich seien, die keinen Frieden anstreben, sondern den Hass zwischen den Bevölkerungsgruppen schüren wollten.
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