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Schlecht vorbereitet? Zwei weitere Tote am Mont Blanc

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Schlecht vorbereitet? Zwei weitere Tote am Mont Blanc

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Nach dem Lawinenunglück vom Donnerstag sind am Mont Blanc zwei weitere Bergsteiger ums Leben gekommen. Sechs ihrer Begleiter konnten gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Seilschaft war am Freitagmorgen aufgebrochen und von einem Sturm überrascht worden. Sie war am Dôme du Gouter an der französisch-italienischen Grenze unterwegs. Vier Bergsteiger schafften es zurück in die Schutzhütte, zwei weitere wurden von dort aus gerettet.

Für einen Spanier Mitte zwanzig und eine Polin um die dreißig kam jede Hilfe zu spät: Sie wurden nach mehrstündiger Suche am Samstagabend erfroren geborgen.

“Die Leute waren zweifellos schlecht vorbereitet”, ist sich der französische Bergführer Michel Bordet sicher: “Sie sind bei einem mehr als fragwürdigen Wetter losmarschiert, bei schlechtem Wetter. Etwa zwanzig sind Freitagmorgen losgegangen, und acht haben nicht umgedreht, sondern sind weitergelaufen und waren verloren.”

Die Rettungsarbeiten wurden durch schlechte Wetterbedingungen erschwert.
Erst am Donnerstag waren neun Menschen am Mont Blanc durch eine Lawine ums Leben gekommen.