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Afrikanische Union: Dlamini-Zuma als "Mama Africa"

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Afrikanische Union: Dlamini-Zuma als "Mama Africa"

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Es war ein Machtkampf, Südafrika hat ihn gewonnen und zum erstenmal eine Frau: Innenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma (63) führt künftig die Afrikanische Union (AU). Sie setzte sich mit der nötigen Zweidrittelmehrheit gegen den bisherigen Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun durch, der (AU-)Kommissionsvorsitzender bleiben wollte.

Boni Yavi, Präsident von Benin:

“Die Demokratie kam voll zu ihrem Recht, wir haben demokratisch eine Wahl getroffen, kein Stillstand diesmal. Wir brauchen dringend eine funktionierende Organisation.”

Beim Gipfel im Januar hatte sich keiner der beiden die Zweidrittelmehrheit für den wichtigsten Posten in der Organisation sichern können. Dabei ging es auch darum: wer hat mehr Einfluss – das englisch-oder das französischsprechende Afrika.

Dlamini-Zuma, hochgebildete Mutter von fünf Kindern und Ex-Ehefrau von Südafrikas Präsident Jacob Zuma, gilt als durchsetzungsstark. Sie kämpfte gegen das rassistische Apartheid-System, lebte in England im Exil und übernahm schließlich mehrere Kabinettsposten im demokratischen Südafrika.

Auf sie warten wenig friedliche Zeiten: Es kracht in Mali und im Kongo und knistert zwischen Nord- und Südsudan.

mit dpa, Reuters